Nachrichten

Genau hinschauen statt hassen! Der Angst vor Fremden den Nährboden entziehen – hoffen!

Die Männergruppe der Ev. Kirchengemeinde Bad Kreuznach Männergruppe ruft auf: Genau hinschauen statt hassen! Der Angst vor Fremden den Nährboden entziehen – hoffen!

Sich für bunte Vielfalt, unterschiedliche Meinungen, Toleranz und Akzeptanz einset- zen, für Fremdes offen sein, das ist in der Män- nergruppe selbstverständlich, seit sie sich vor 21 Jahren an der Johanneskirche gegründet hat.

Wir Männer sind sehr unterschiedlich: Jung und alt, still und gesprächig, fromm und zwei- felnd, Kreuznacher und Zugezogene, katho- lisch, evangelisch und freikirchlich. Solche Viel- falt zu leben und auszuhalten war nicht immer einfach, aber lohnend.

Gemeinsam fragen wir, was der christliche Glaube gerade heute für uns Männer bedeutet. Wir beobachten besorgt bestimmte Tendenzen in unserer Gesellschaft. Viele Menschen fürchten, die eigene Identität zu verlieren, und grenzen aus, was sie als fremd und anders geartet erleben, statt überzeugt zu bleiben:„WIR bleiben WIR, auch wenn wir Fremdes bei uns aufnehmen.“ So machen sich Angst vor Fremdem, Ablehnung von Anders-Sein, ja Hass breit und zerstören das Leben miteinander. Wir Männer wollen dem widerstehen. Wir wollen hinschauen und einzelne Menschen sehen, statt wegen der großen Zahlen der Geflüchteten und Migranten zu meinen, wir stünden einer grauen, unheimlichen Masse gegenüber. So können wir Ängsten den Boden entziehen, eigenen und denen anderer. So kann Hoffnung gedeihen, dass es eine Zukunft des friedlichen Miteinanders geben wird, hier in Kreuznach, in Deutschland, in Europa, in der weiten Welt. Unser christlicher Glaube gebietet uns:

Gebt Fremden bei uns Heimat!

Wir rufen dazu auf:

– Setzen Sie sich für eine tolerante und vielseitige Gesellschaft ein!

– Pflegen Sie ein Verständnis von Identität, das sich nicht gegen andere richtet, sondern im Dialog mit ihnen entsteht und bereichert wird!

– Suchen Sie im Dialog Gemeinsamkeiten; benennen Sie Unterschiede, ohne den Dialogpartner zu kränken!

– Engagieren Sie sich vor Ort und seien Sie zugleich aktiv als überzeugte Europäer; helfen Sie solidarisch weltweit: Unterstützen Sie Menschen, die unter Unrecht und Not leiden!

– Besinnen Sie sich auf die biblische Mahnung: „Nehmt einander an, wie Christus Euch angenommen hat, zur Ehre Gottes.“ (Römer 15,7)

Unterzeichner:

Carsten Binte, Dr. Claus Clausen, Volker Dindorf, Stefan Fink, Klaus Hahn, Tobias Heinrich, Dr. Werner Hofäcker, Carsten Holzhäuser, Jürgen Jahn, Dr. Dietrich Keller, Dr. Oliver Kneidl, Werner Kohl, Bernd Konnak, Karsten Levsen, Jan Pelar, Siegfried Pick, Detlef Richter, Ivo Peter Schäfer, Thomas Schulz, Dietrich Selzer, Dr. Dierk Westermann, Dietrich Wohlgemuth.

 

V.i.S.d.P. Dr. Claus Clausen, Kurhausstraße 6, 55545 Bad Kreuznach