Nachrichten

Es gibt keine Standardgemeinde - Visite des Kirchenkreises An Nahe und Glan durch die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Kircheleitung mit dem Kreissynodalvorstand

Präses Manfred Rekowski und Superintendentin Astrid Peekhaus

Landrätin Bettina Dickes, Präses Manfred Rekowski, Superintendentin Astrid Peekhaus, Dechant Günther Hardt und Vizepräses Christoph Pistorius (von links nach rechts)

Landrätin Bettina Dickes, Präses Manfred Rekowski, Superintendentin Astrid Peekhaus und Dechant Günther Hardt (von links nach rechts)

Dechant Günther Hardt (Bildmitte) erläutert die geplanten Veränderungen im Dekanat

Bad Kreuznach. am 30. und 31. August 2019 findet die Visite des Kirchenkreises An Nahe und Glan durch die Evangelische Kirche im Rheinland statt. Die Kirchenleitung unter Vorsitz von Präses Manfred Rekowski wird sich vor Ort ein Bild der kirchlichen Arbeit machen.

Der Kirchenkreis An Nahe und Glan ist ein eher ländlich geprägter Flächenkirchenkreis, der sich in der Ost-West-Achse von Bingen am Rhein bis nach Kirn an der Nahe und in der Nord-Süd-Achse von Stromberg bis nach Meisenheim am Glan erstreckt. Größte Stadt ist die Kreisstadt Bad Kreuznach. Am 31. März 2019 lebten in dieser Region 53.075 evangelische Christen in 28 Kirchengemeinden.

Für die Menschen in dieser Region stellt die Evangelische Kirche über die Gemeindearbeit hinaus eine Fülle übergemeindlicher Dienste und Angebote zur Verfügung. Diese Aufgaben werden zum Teil gemeinsam mit der römisch-katholischen Schwesterkirche oder mit benachbarten Kirchenkreisen verwirklicht. Auch mit der Stiftung kreuznacher diakonie ist der Kirchenkreis in gemeinsamen Zielen und Aufgaben im Dienst am Menschen verbunden.

Ziel der Visite ist, dass die Mitglieder der Kirchenleitung die vielfältige Arbeit des Kirchenkreises An Nahe und Glan kennenlernen, denn in einer großen Landeskirche gibt es durchaus Unterschiede und Besonderheiten. Fragestellungen des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden sollen angesprochen werden.

Die Visite dient der Bestandsaufnahme und der Vergewisserung auf welchem Weg sich der Kirchenkreis befindet. Die Grunddimensionen kirchlicher Arbeit wie Mission und Evangelisation, konziliarer Prozess, Bildungsarbeit, Gemeinschaft von Frauen und Männern und die Rolle von ehrenamtlicher Arbeit haben sich in allen Arbeitsgebieten zu erweisen.

Die Kirchenleitung wird während der Visite in Gruppen Gespräche vor Ort führen. In Bad Kreuznach geht es um das Thema der Seniorenarbeit in der dortigen Kirchengemeinde, in Bad Sobernheim bestimmt die Kirchenmusik den Inhalt des Gesprächs. In Langenlonsheim beschäftigt sich eine Gruppe mit der Arbeit der Kindertagesstätte, eine weitere wird sich im Café Bunt der Stiftung kreuznacher diakonie treffen. Am Abend sind dann Sitzungen der Kirchenleitung und des Kreissynodal-vorstandes geplant.

Am Samstag sind die Gebäudelasten des Kirchenkreises am Beispiel der Kirchengemeinden Staudernheim und Mittlere Nahe eines der Themen. Zum Kirchenkreis gehören über 80 meist denkmalgeschützte Kirchen. In Kirn wird sich eine Gruppe die Arbeit mit Geflüchteten anschauen, die dort in Zusammenarbeit mit dem Ausländerpfarramt aus Bad Kreuznach geleistet wird. Am Beispiel der Kirchengemeinde Gebroth-Winterburg wird die Pfarrstellenbesetzung auf dem Land analysiert. Auch das Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim (in Trägerschaft der Landeskirche) wird besucht werden. Sitzungen der Kirchenleitung und des Kreissynodalvorstandes beenden dann die Visite.

In einem Pressegespräch erläuterte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, dass die Kirchenleitung zwei Visiten pro Jahr in unterschiedlichen Regionen durchführe. Zu Beginn wurde die Situation des Landkreises Bad Kreuznach mit der Landrätin, Bettina Dickes, besprochen. Die bestehenden ökumenischen Kontakte zur römisch-katholischen Kirche erläuterte dann Dechant Günther Hardt.

Präses Rekowski erklärte, dass betrachtet werden soll, was vor Ort an guter Arbeit gelinge. „Das ist für uns als Kirchenleitung oft ein großes Aha-Erlebnis.“ Aber auch mit Zukunfts- und Strukturfragen will man sich beschäftigen. Die Mitglieder der Kirchenleitung wollen verstehen, welche Arbeit genau geleistet wird. In der sich anschließenden Sitzung werden sie dann „sortieren, gewichten und ein Feedback geben.“ Über Probleme wolle man mit dem Kreissynodalvorstand ins Gespräch kommen. Präses Rekowski ergänzte: „Es gibt keine Standardgemeinde!“

30.08.2019 - Peter Dietz