"Wir wollen unser Kind taufen lassen"

Hier einige wichtige Hinweise zur Taufe:

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen wollen, setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit dem
Ev. Pfarramt in Waldalgesheim in Verbindung, damit wir einen Termin für die Taufe und das Taufgespräch finden können.

1) Taufgespräch:
Wir treffen uns ca. 3 Wochen vor der Taufe zu einem Gespräch, in dem wir den Ablauf des Taufgottesdienstes miteinander planen. Den Termin verabreden wir rechtzeitig. Die Paten können gerne am Taufgespräch teilnehmen, müssen aber nicht (Entfernung, Termin ...). Das Taufgespräch führen Herr Dietz oder Pfarrer Hüther bei Ihnen zu Hause. 

2) Musik im Gottesdienst:Im Gottesdienst werden einige zur Taufe passende Lieder gesungen. Wir besprechen das beim Taufgespräch. Wenn Sie jemanden im Familien- oder Bekanntenkreis haben, der den Gottesdienst musikalisch mitgestalten möchte, können wir das bei der Gelegenheit ebenfalls besprechen. Auf jeden Fall wird unser Organist bzw. unsere Organistin da sein und die Orgel spielen. 

3) Paten:
Die Paten benötigen einen "Patenschein". Das ist eine Bescheinigung des Pfarramtes an deren Wohnsitz, dass die Paten Mitglied der evangelischen oder katholischen Kirche sind und das Patenamt übernehmen dürfen. Es wäre gut, wenn die Patenscheine zum Taufgespräch vorliegen. Personen, die keiner Kirche angehören, dürfen leider keine Patenschaft übernehmen. Sie können aber als Taufzeugen an der Taufe teilnehmen. 

4) Taufspruch: Bitte wählen Sie einen Taufspruch für Ihr Kind aus. Das ist ein biblisches Segenswort, das Ihrem Sohn bei der Taufe zusgesprochen wird und ihn dann in seinem Leben begleitet. Anregungen finden Sie unter www.taufspruch.de

5) Fürbittengebet der Paten:
Am Ende des Gottesdienstes beten wir miteinander für Ihr Kind, für die Eltern und die Familie. Es ist eine gute Tradition, dass dieses Gebet von den Paten und evtl. weiteren Personen aus der Familie gesprochen wird (Großeltern, Geschwister ...). Am besten bereiten Sie das Gebet mit den Paten zusammen vor. Anregungen gibt es im Internet; den Text passen Sie dann bitte so an, dass er für Sie und Ihr Kind passt. Vier bis max. sechs Fürbitten sind ausreichend.

6) Taufkerze:Die Taufkerze ist eine schöne Tradition. Die Kerze wird im Gottesdienst mit einem Segenswort angezündet und dann (symbolisch) überreicht - tatsächlich stellen wir sie aus Sicherheitsgründen wieder auf den Altar. Taufkerzen kann man im Internet bestellen. Oft werden sie individuell gestaltet, mit Namen, Symbolen und Geburts- oder Taufdatum.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Vorbereitung!
Ihre Pfarrer Christoph Hüther und Peter Dietz

Die Taufe - "Im Vertrauen auf Gott . . ."

"Die Taufe gibt mir ein Gefühl der Geborgenheit; niemand kann mir die Zusage Gottes wegnehmen, dass ich mich zu ihm flüchten kann. Egal, was ich tue, das ist und bleibt da. Auch die kleinen Kinder sollen diese Zusage haben, etwas ganz Positives, das ihnen passiert. Bei der Geburt ist ja nicht unbedingt jemand da, der glücklich über einen ist. Bei der Taufe ist das anders." (Karin S., 39, Erzieherin)

Die Taufe gibt es, seit es Christen gibt. In allen christlichen Kirchen ist sie das grundlegende Sakrament. Die meisten Kirchen erkennen eine Taufe an, wenn sie im Namen des dreieinige Gottes mit Wasser vollzogen wurde - unabhängig von Konfession und persönlicher Auffassung des Taufenden.

"Ich, Dein Gott, stehe zu Dir und nehme Dich an, weil Du mein Kind bist."
Die Taufe ist Liebeserklärung und Treueversprechen Gottes gegenüber einem Menschen. Besonders sinnfällig kommt die unbedingte Zusage Gottes zum Ausdruck, wenn Säuglinge oder kleine Kinder zur Taufe gebracht werden. Gottes Liebe ist sein Geschenk an uns. Seine Zusage kann durch nichts zerstört werden.

Wichtig ist: Die Liebe Gottes ist keine namen- und gesichtslose Liebe. Sie ist unter den Menschen Wirklichkeit geworden, als Jesus von Nazareth das Leben anderer Menschen zurecht brachte, ihnen für Gott die Augen öffnete und sie aus der Macht des Bösen befreite.
Wir später Geborenen werden in der Taufe mit Jesus Christus verbunden.

Wem in der Taufe die bedingungslose Treue Gottes zugesprochen ist, für den beginnt ein neues Leben. Denn Gott bleibt diesen Menschen treu.
Er gibt ihnen in der Taufe seinen Heiligen Geist, der in ihnen den Glauben stärkt und ihnen vielfältige Gaben schenkt.

So handelt in der Taufe der dreieinige Gott:
Der Vater, der Schöpfer allen Lebens,
der Sohn, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist,
und der Heilige Geist, der Leben ständig erneuert und es gelingen lässt.
Darum lautet die Taufformel "im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes".

Mit der Taufe eröffnet sich für den Getauften der Weg in eine neue Familie - die Gemeinde der Christen. Darum sprechen sich Christen - jedenfalls manchmal - als 'Schwester' und 'Bruder' an.

Vikar Stefan Heinemann