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Das wichtigste und älteste Fest im Kirchenjahr - Christen an Nahe und Glan feiern Ostern

Foto: ekir.de

Bad Kreuznach. Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die Botschaft von der Auferstehung bildet den Kern des christlichen Glaubens. Ostern ist das wichtigste und auch das älteste Fest des Christentums. 

Nach dem Zeugnis des Neuen Testaments wurde Jesus durch den Tod am Kreuze hingerichtet und durch Gott von den Toten auferweckt. Ostern schließt sich an die Karwoche an, die mit dem Palmsonntag beginnt.

Nach dem Tod am Kreuz wird Jesu Leichnam in einem Felsengrab bestattet. Zwei Frauen finden laut Überlieferung des Markus-Evangeliums zwei Tage danach ein leeres Grab vor. Dies geschah am ersten Tag der Woche, dem Sonntag, der deshalb zum "Tag des Herrn" wurde. 

Die 29 evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis An Nahe und Glan feiern Ostern auf ganz unterschiedliche Weise. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die Überzeugung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

„Ein Fest für das Leben“ ist Ostern in den Augen von Astrid Peekhaus, Superintendentin des Kirchenkreises An Nahe und Glan. An Karfreitag werden Abendmahlsgottesdienste in fast allen Kirchen angeboten, die traditionell gut besucht sind. Auch das Osterfest wird mit Gottesdiensten an allen Orten gefeiert. 

In vielen Gemeinden des Kirchenkreises ist es mittlerweile schon Tradition, früh am Morgen die Osternacht zu feiern. Meist schließt sich dann ein gemeinsames Frühstück an. Astrid Peekhaus freut sich über diese besonderen Formen des kirchlichen Feierns.

Obwohl manche Pfarrerinnen und Pfarrer einen gewissen Traditionsabbruch beobachten – viele Menschen fahren über Ostern in Urlaub und nehmen das Fest eher am Rande wahr – erfreuen sich Karfreitags- und Ostergottesdienste immer noch guten Zuspruchs.  Es ist vor allem die Freude an der Gemeinschaft, die die Gottesdienstbesucher zusammenführt.

Die meisten Menschen teilen die Erfahrung, dass große Freude genauso zum irdischen Leben dazugehört wie Leid und Tod. Christen glauben, dass der Tod am Ende des Lebens nicht das letzte Wort hat. Sie leben von der Hoffnung auf die Gemeinschaft mit Gott. Symbol dafür ist das Kreuz.

„Wo aber erkannt wird, dass die Macht des Todes gebrochen ist, wo das Wunder der Auferstehung und des neuen Lebens mitten in die Todeswelt hineinleuchtet, dort verlangt man vom Leben keine Ewigkeiten, dort nimmt man vom Leben, was es gibt, nicht alles oder nichts, sondern Gutes und Böses, Wichtiges und Unwichtiges, Freude und Schmerz: Dort hält man das Leben nicht krampfhaft fest, aber man wirft es auch nicht leichtsinnig fort, dort begnügt man sich mit der bemessenen Zeit und spricht nicht irdischen Dingen Ewigkeit zu, dort lässt man dem Tod das begrenzte Recht, das er noch hat. Den neuen Menschen und die neue Welt aber erwartet man allein von jenseits des Todes her, von der Macht, die den Tod überwunden hat.“  (Dietrich Bonhoeffer, deutscher Theologe und Widerstandskämpfer - 1906-1945)